Wellnessurlaub mit dem Fahrrad – Unsere Top 10 der Radwege

27. Juni 2019

Von der Ostseeküste bis zu den Alpen zeigt sich Deutschland für Radfahrer von seiner besonders facettenreichen Seite. Ob Genussradler oder Mountainbiker – im gut ausgebauten Radwegenetz Deutschlands findet sich für jeden Geschmack die passende Strecke. Denn für passionierte Radfahrer gibt es nichts Schöneres als lange Straßen, schöne Aussichten und herausfordernde Routen. Wir stellen Ihnen unsere zehn schönsten Radwege Deutschlands vor.

1. Der Nordseeküstenradweg

Der Nordseeküstenradweg führt auf mehr als 350 Kilometern von der Hafenmetropole Hamburg bis ins kleine Städtchen Bunde kurz vor der dänischen Grenze. Die zumeist gut ausgebauten Radwege führen dabei vor oder hinter den Deichen immer entlang der Nordseeküste. Da es entlang des Weges keine Steigungen gibt, ist die Strecke auch für Kinder geeignet. Für kleine Abstecher zwischendurch bieten sich die sehenswerten Städte Husum oder Wilhelmshaven aber auch der Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer an.

2. Der Elbe-Müritz Radweg

Auf insgesamt 414 Kilometern verbindet der Elbe-Müritz Radweg die Regionen Prignitz, Parchim und Müritz miteinander. Die Strecke verläuft dabei zum größten Teil auf gut ausgebauten asphaltierten Wegen und verkehrsarmen Nebenstraßen. Die Landschaft zwischen Mecklenburgischer Seenplatte und Elbe zeigt sich dabei weitläufig mit sanften Hügeln und plätschernden Flüssen. Sehenswerte Zwischenstopps entlang der Strecke sind zum Beispiel das Storchendorf Rühstädt oder Waren mit seinem naturhistorischen Müritz-Museum

3. Der Elberadweg

Von Elbflorenz ans Wattenmeer – so oder so ähnlich kann man den Verlauf des Elberadweges zusammenfassen. Auf insgesamt 860 km Länge führt die Strecke durch Europas größte natürliche Flusslandschaft quer durch Deutschland. Auf dem Weg liegen unter anderem das Elbsandsteingebirge, die Barockstadt Dresden und das UNESCO-Biosphärenreservat Elbtalaue. Die Strecke führt durch überwiegend ebenes Gelände und über gut ausgebaute Wege. In Flussrichtung gibt es oft recht starken Gegenwind, daher wird weniger sportlichen Radlern eine Befahrung des Elberadweges entgegen der Flussrichtung empfohlen.

Wellnessurlaub im Schmelmer Hof und Radfahren am Chiemsee

Wellnessurlaub im Schmelmer Hof und Radfahren am Chiemsee

4. Der Harzrundweg

Auf dem anspruchsvollen Harzrundweg kann man auf insgesamt 350 km einmal den Harz umrunden und durchquert dabei Niedersachsen, Thüringen und Sachsen-Anhalt. Die Strecke verfügt über viele Steigungen und ist daher eher für sportliche Fahrer ausgelegt. Zum größten Teil verläuft der Rundkurs über wenig befahrene Nebenstraßen und asphaltierte Wege, es gibt aber auch einige unbefestigte Etappen. Die Strecke führt durch ausgedehnte Mischwälder, romantische Flusstäler und historische Sehenswürdigkeiten. Die Städte Goslar und Quedlinburg eignen sich dabei genauso für einen Zwischenstopp wie das Kloster Walkenried oder der Hexentanzplatz auf dem Brocken.

5. Der Elster-Radweg

Mit dem Elster-Radweg erstrampelt man sich vier Länder auf einen Streich. Ausgehend von der Quelle der Weißen Elster in Tschechien führt die Strecke auf rund 250 km durch Sachsen, Thüringen und Sachsen-Anhalt. Dabei verläuft der Weg meist entlang des Flussufers und führt durch das Thüringer Schiefergebirge über das Fichtelgebirge bis hin zur Leipziger Tieflandsbucht. Auf einer ausgedehnten Fahrradtour kann man hier die reiche Kulturlandschaft Mitteldeutschlands näher kennenlernen. Die Stadt Plauen mit ihrer historischen Altstadt und dem Spitzenmuseum lädt dabei ebenso zum Verweilen ein wie die Schwarzbierbrauerei in Bad Köstritz.

6. Der Bodensee-Radweg

Der Bodensee-Radweg führt auf knapp 260 km einmal rund um Europas drittgrößten See und durchquert dabei Österreich, Deutschland und die Schweiz. Die abwechslungsreiche Strecke verläuft zum größten Teil eben und direkt am Seeufer entlang. Lediglich der Abschnitt über den Bodanrück in der Schweiz ist aufgrund seiner Steigungen eher für sportliche Radwanderer geeignet. Als wäre die reizvolle Natur mit ihren Weinhängen und Obstwiesen nicht schon Sehenswürdigkeit genug, gibt es entlang der Strecke auch noch so einiges zu entdecken. Immer einen Abstecher wert ist Konstanz mit ihrem mittelalterlichen Stadtkern. Aber auch die Wallfahrtskirche Birnau in Baden-Württemberg und die prächtige Blumeninsel Mainau sind lohnenswerte Zwischenstopps.

Wellness Wochenende im Landhaus Beckmann und Radfahren auf dem Deich

Wellness Wochenende im Landhaus Beckmann und Radfahren auf dem Deich

7. Der Limes Radweg

Der Limes Radweg folgt auf insgesamt 800 Kilometern dem früheren Grenzwall der Römer und verläuft zwischen Rhein und Donau. Er führt dabei durch die Bundesländer Rheinland-Pfalz, Hessen, Baden-Württemberg und Bayern. Geschichtsinteressierte Radwanderer finden entlang des Weges zahlreiche Zeugnisse der Römerzeit. So gibt es hier rekonstruierte Wachttürme, Kastelle und Badeanlagen. Aber auch landschaftlich gesehen bietet der Limes-Radweg viel Abwechslung. So führt er unter anderem durch den Naturpark Rhein-Westerwald, das Lahntal und Maintal, den Odenwald und den Taunus bis hin zur Donau. Da die Strecke verhältnismäßig bergig ist und zum Teil über recht ausgewaschene Kieswege führt, ist der Limes-Radweg Familien mit Kindern und ungeübten Radwanderern nicht zu empfehlen.

8. Der Donau-Radweg

Auf insgesamt 600 km schlängelt sich der deutsche Abschnitt des Donau-Radweges durch Baden-Württemberg und Bayern und bietet Radfahrern zahlreiche sehenswerte Naturschauspiele. So geht es im Naturpark Obere Donau vorbei an mächtigen Kalkfelsen, durch tief eingeschnittene Täler und raschelnde Laubwälder. Das Kloster Beuron oder die Burgruine Kallenberg eignen sich zudem wunderbar für einen informativen Zwischenstopp. Aber auch Städte wie Donaueschingen und Regensburg laden zu einer kleinen Verschnaufpause vom Strampeln ein. Da der Donau-Radweg auf überwiegend asphaltierten Wegen verläuft und nur wenige geringe Steigungen enthält, ist er auch wunderbar als Radelstrecke für Kinder geeignet.

9. Der Oder-Neiße-Radweg

Ausgehend von Tschechien, führt der östlichste Fernradweg Deutschlands über rund 630 km durch Sachsen, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern bis nach Ahlbeck auf Usedom. Die Route ist dabei von dichten Wäldern, weiten Flussauen und romantischen Parks geprägt. Der Radweg ist über weite Strecken hervorragend ausgebaut und verläuft oft flussnah entlang der Neiße und Oder. Deshalb ist er ideal für Anfänger und Genussradler geeignet. Neben den Städten Görlitz und Zittau ist auch der Fürst-Pückler-Park in Bad Muskau einen Besuch wert. Entlang der Strecke begegnen den Radlern auch immer wieder imposante Klosteranlagen und märchenhafte Schlösser. Aber auch die beeindruckenden Landschaften von Lausitz, Isergebirge und Oderbruch laden zum Verweilen ein.

10. Der Ahrtalradweg

Eine Radtour über den Ahrtalradweg führt vorbei an einer abwechslungsreichen Natur- und Kulturlandschaft mit romantischen Weinbergen, atemberaubenden Panoramen und historischen Städtchen. Der ca. 80 km lange Radweg beginnt an der Quelle der Ahr und führt durch die Eifel bis zur Mündung des Rheins bei Sinzig. Die Strecke verläuft weitgehend eben und führt zum Teil über ehemalige Bahntrassen sowie befestigte Feld- und Radwege. Die zahlreichen Sehenswürdigkeiten entlang der Strecke laden zu kleinen und großen Verschnaufpausen ein. So sollte man sich unbedingt Zeit nehmen, die mehr als 1.000 Jahre Altstadt von Ahrweiler zu besichtigen. Aber auch die zahlreichen Burgen und Burgruinen wie Burg Are oder die Kreuzburg sind immer einen kleinen Abstecher wert.

Ein Wellness Wochenende oder Wellnessurlaub mit dem Fahrrad ist nicht nur umweltfreundlich sondern auch gut für die Fitness. So kann man über einzelne Streckenabschnitte das Fahrrad stehen lassen und die Natur bei einer Wanderung erkunden. Oder man lässt sich nach einem langen Tag im Sattel einfach mal bei einer Massage oder Gesichtsbehandlung im Wellnesshotel verwöhnen. Dabei kann der Körper entspannen und man fühlt sich wieder frisch für die nächste Etappe der Fahrradtour. So kann man wunderbar erholt und entschleunigt in den Alltag zurückkehren.