Jojobaöl-Anwendungen für Haut und Haar

27. Dezember 2018

Der Jojobastrauch ist in Mexico und den südlichen USA zu Hause. Der Anbau erstreckt sich mittlerweile jedoch auf Teile der ganzen Welt. Mit seinen zahlreichen ungesättigten Fettsäuren, Vitaminen und Mineralstoffen ist das Öl besonders wertvoll zur Pflege unseres Körpers. Da das Öl eigentlich gar kein Öl ist, sondern ein Wachs, ist es durch seine Eigenschaften äußerst lange haltbar. Einen Vorteil gegenüber anderer Kosmetik hat es zudem, weil das Öl mit keinen bis wenigen Konservierungsstoffen versetzt werden muss. Die antibakterielle Wirkung von Jojobaöl ist so stark, dass sich Keime kaum darin ausbreiten können. Da das vielseitige Jojobaöl weltweit große Beliebtheit erhält, haben wir im Folgenden verschiedene Tipps aufgeführt.

Bei Wind und Wetter mit Jojobaöl geschützt

Bei einer regelmäßigen Anwendung auf der Haut soll Jojoba die Entwicklung eines Schutzschildes fördern. Kalte Wintertage, trockene Heizungsluft oder Hitze kann unsere Haut dann besser vertragen. Mit seinem Lichtschutzfaktor von 3-4 baut es sogar eine leichte Abwehr gegen schädliche UV-Strahlung auf. Bei einem Sonnenbrand trägt das Öl zur Linderung bei und beschleunigt die Heilung.

Feuchtigkeitsversorgung von Haut und Haar

Trockene Haut entsteht besonders durch eine zu geringe Talgproduktion und Wettereinflüsse. Gleiches gilt für unsere Haare. Gestört werden kann die Fettproduktion der Talgdrüsen zum Beispiel durch Alkohol und Nikotin. Aber auch die Hitze im Sommer oder Heizungsluft im Winter setzen Haut und Haaren schwer zu. Ihre Haare müssen vielleicht zusätzlich die Strapazen von Glätteisen oder Föhn über sich ergehen lassen. Ihre Haut freut sich vor allem nach dem Duschen über das pflegende Jojobaöl. Die Fette legen eine dünne Schicht auf die Haut, wodurch die Feuchtigkeit gespeichert und einziehen kann.

Jojoba in der Natur

Jojoba in der Natur
Bild: Kenneth Bosma [CC BY 2.0]

Jojabaöl eignet sich ebenso für die Feuchtigkeitspflege von Haaren sehr gut, da es in die Haare eindringt. Ihr Haar wird also von innen heraus versorgt. Das Öl beschwert die Haare nicht bzw. verdeckt die Problemzonen nicht mit einer umschließenden Hülle, wie es konventionelle Haarpflegeprodukte tun. Maßgebend für Feuchtigkeit im Haar ist jedoch unsere Talgproduktion der Kopfhaut. Ist diese gestört kann auch hier Jojobaöl nachhelfen. Das pure Öl sollte dabei in feuchtes Haar einmassiert werden, wobei vor allem an Kopfhaut und Spitzen zu denken ist.

Jojobaöl gegen unreine Haut

Da sich das Öl allgemein gut für Gesichtsmasken eignet, kann es ebenso im Kampf gegen Hautunreinheiten eingesetzt werden. Mit Jojobaöl angereichertes Avocado- oder Gurkenmus kann mit Hilfe eines Wattepads auf das Gesicht getragen werden. Das Öl kann auch nur auf die betroffenen Stellen gegeben werden. Die Maske sollte nach circa 20 Minuten lauwarm abgespült werden. Die Poren werden von dem Öl nicht verstopft, da die Stoffe des Jojobas sich mit dem Talg der Haut verbinden, wodurch dieser abgetragen wird. Mit seinen zusätzlich antibakteriellen und entzündungshemmenden Wirkungsweisen ist Jojobaöl zur Vorbeugung und Gegenmaßnahme von Unreinheiten geeignet.

Massagen mit Jojobaöl

Jojobaöl hat keinen Eigengeruch und ist daher als Basis zur Mischung mit anderen Ölen verwendbar. Auch durch seine hervorragende Verträglichkeit aller Hauttypen ist es für Massagen wertvoll. Zu Jojobaöl lassen sich sehr gut weitere pflanzliche sowie ätherische Öle beifügen. So können Sie auch für zu Hause ein hochwertiges Massageöl herstellen. Zu Gute kommt dem Öl zudem seine Herkunft. Der Strauch wächst zum Teil bei Lufttemperaturen von 60°C und ist so hohen Temperaturen gegenüber unempfindlich. Für Massagen mit Wärmebehandlung, zum Beispiel die Hot-Stone-Massage, spielt es eine bedeutende Rolle.