COVID-19 (Coronavirus SARS-CoV-2) – wellnesshotel24 Blog

15. März 2020

Der Ausbruch des Coronavirus im Januar 2020 hat viele Menschen verunsichert und sorgt nun auch vermehrt für Nachfragen, ob eine Reise speziell in Wellnesshotels noch gefahrlos möglich ist. Wir möchten dazu einen kurzen Überblick der aktuellen Lage geben.

Besonderheiten des neuartigen Corona-Virus

Nach bisherigen wissenschaftlichen Erkenntnissen liegt die Inkubationszeit des Coronavirus bei ca. 14 Tagen. In dieser Zeitspanne können Betroffene das Virus bereits in sich tragen ohne jedoch Symptome zu zeigen. Trotzdem ist das SARS-CoV-19 Virus schon während dieser Zeit übertragbar. Eine Diagnose des Coronavirus erfolgt in vielen Fällen erst, wenn ein Patient deutliche Symptome zeigt. Allerdings kommt es auch vor, dass Infizierte keine spezifischen Beschwerden zeigen oder sind sogar gänzlich beschwerdefrei sind.

Typische Symptome sind Husten, Schnupfen, Fieber und Halskratzen. Manche Personen leiden zusätzlich unter Durchfall. Bei einem schweren Krankheitsverlauf kommt es zusätzlich zu einer Lungenentzündung und Atemproblemen. Das Virus gilt als Auslöser für die neuartige Atemwegserkrankung COVID-19. Dabei sind es gerade die lange Inkubationszeit und die hohe Infektions-Intensität, die das Coronavirus zu solch einer großen Herausforderung für Betroffene und Ärzte machen. Auch steht die Forschung zu Covid-19 noch ganz am Anfang. Jedoch wird mit Hochdruck an der Entwicklung eines Impfstoffes gearbeitet.

Wie kann man sich vor Ansteckung schützen?

Der Hauptübertragungsweg des Coronavirus ist die Tröpfcheninfektion, das heißt das Einatmen von Erregern, die ein Erkrankter zum Beispiel beim Husten verteilt. Eine Übertragung ist auch über die Hände möglich. Um sich vor einer Ansteckung zu schützen, gelten laut WHO die gleichen Empfehlungen wie beim Schutz vor der klassischen Grippe. Am Wichtigsten ist dabei das regelmäßige Waschen und Desinfizieren der Hände. Außerdem sollte man mindestens einen Meter Abstand von hustenden oder niesenden Menschen halten. Zudem sollte es vermieden werden, Augen, Nase und Mund mit den Händen zu berühren. Zeigt man selbst Symptome, sollte man eine Atemschutzmaske tragen. Beim Husten oder Niesen sollte man Einwegtaschentücher verwenden oder Nase und Mund durch die Armbeuge abdecken.

Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) hält eine Übertragung des Coronavirus über Oberflächen, die kurz zuvor durch die Viren kontaminiert wurden zwar grundsätzlich für „denkbar“. Allerdings zeigen Coronaviren in der Umwelt eine relativ geringe Stabilität. Daher ist eine Übertragung nur in einem sehr kurzen Zeitraum nach der Kontamination wahrscheinlich. Deshalb empfiehlt es sich als Vorsichtsmaßnahme, auch Oberflächen in der direkten Umgebung von Erkrankten regelmäßig zu säubern bzw. zu desinfizieren.

Influenza und Corona – Unterschiede und Gemeinsamkeiten

Der Krankheitsverlauf der klassischen, saisonalen Grippe und der Corona-Infektion ist in vielen Fällen mit ähnlichen Symptomen verbunden. Daher sind viele Menschen schnell verunsichert, sobald es im Hals kratzt oder die Nase läuft. Fakt ist: sowohl eine Infektion mit Coronaviren als auch eine Virusgrippe können tödlich enden. Das Problem: bisher existiert nur eine Schutzimpfung, die vor Influenza schützt – eine Impfung gegen den Sars-CoV-2 Erreger ist noch nicht auf dem Markt. Im Vergleich sind die Verläufe bei der saisonalen Grippe weit häufiger tödlich als bei Erkrankungen mit dem Corona-Virus. So wurden bisher weltweit ca. 160.00 Infektionen und 5.800 Todesfälle bei Infektionen mit dem Coronavirus gemeldet (Stand: 15. März 2020), bereits über 74.000 Menschen sind wieder gesund. Laut der WHO (World Health Organization) kommt es im Vergleich dazu pro Jahr weltweit zu drei bis fünf Millionen schweren Grippeerkrankungen. Bis zu 290.000 bis 650.00 Menschen versterben jährlich statistisch gesehen an den Folgen einer Grippe (Influenza).

Trotzdem kann man daraus nicht den Schluss ziehen, dass Sars-CoV-2 harmloser ist als Grippeviren. Insbesondere Risikogruppen sind bei einer Erkrankung mit Covid-19 gefährdet. Dazu gehören ältere Menschen sowie Personen mit Vorerkrankungen. Das schließt Menschen mit Herzkrankheiten, Krebspatienten und immungeschwächte Personen ein. Kinder und Schwangere zählen nach derzeitigem Wissensstand nicht zu der vom Coronavirus betroffenen Risikogruppe (wohl aber gehören sie bei der Grippe zu den Patienten, bei denen ein schwerer Krankheitsverlauf möglich ist).

Menschen, die zur Risikogruppe gehören, sollten Reisen vermeiden. Gesunde Personen sind jedoch nicht gefährdeter als bei einer saisonalen Grippewelle. Wer bei sich Krankheitsanzeichen im Bereich der Atemwege feststellt, sollte nach Empfehlung der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung nach Möglichkeit zu Hause bleiben, um eine eventuelle Verbreitung der Viren zu vermeiden.

Gibt es Reisebeschränkungen in Europa?

Zurzeit gibt es in einigen europäischen Ländern Reisebeschränkungen. Dazu gehören verstärkte Einreisekontrollen, inklusive Messungen der Körpertemperatur und Quarantänemaßnahmen bei Verdachtsfällen. Die einzelnen Länder haben auch bereits Einreisesperren verhängt.

Nachdem Italien die höchste Zahl an bestätigten Erkrankten in Europa verzeichnete, wurden die zuvor im Norden des Landes verhängten Sperrungen nun auf das gesamte Land ausgedehnt – die Reisefreiheit ist damit praktisch außer Kraft gesetzt. Die rund 60 Millionen Einwohner dürfen momentan das Haus nur in Ausnahmefällen verlassen, zum Beispiel um einzukaufen oder zur Arbeit zu fahren. Kinos und Theater sind landesweit geschlossen und auch Läden und Restaurants haben nur eingeschränkt geöffnet.

Tschechien hat seine Grenzen vorerst für alle Ausländer geschlossen. Ausnahmeregelungen gelten lediglich für Arbeitspendler. Auch die tschechische Staatsbahn hat aufgrund des ausgerufenen Notstandes ihren Verkehr von und nach Deutschland vorerst eingestellt.

Auch Deutschland und die die angrenzenden Länder werden die Grenzen für eine bestimmte Zeit schließen. Hier empfiehlt es sich auf der Seite des Auswärtigen Amtes zu informieren. Auch innerhalb Deutschlands ist das öffentliche Leben merklich durch die Auswirkungen von Sars-CoV-2 eingeschränkt. Bisher stellen innerdeutsche Reisen bisher kein Problem dar. Sowohl der Bahn- als auch der Flugverkehr laufen aktuell noch weitgehend normal und ohne große Ausfälle.

Das Coronavirus und die Auswirkungen in Deutschland

Obwohl die Infektionen mit Covid-19 in den letzten Wochen sprunghaft angestiegen sind, ist der Verlauf der Erkrankungen bisher glücklicherweise beim Großteil der Erkrankten verhältnismäßig mild. Aktuell scheint sich die Ausbreitung des Virus vor allem auf Nordrhein-Westfalen, Bayern und Baden-Württemberg zu fokussieren, jedoch wurden mittlerweile auch aus allen anderen Bundesländern Neuinfektionen gemeldet. Mehrere Messen und Großveranstaltungen wurden aus Angst vor dem Virus ebenfalls abgesagt. Zudem verhängen immer mehr Städte Schließungen öffentlicher Einrichtungen wie Museen oder Schulen.

Jedoch sollte man bei aller berechtigter Sorge eines nicht vergessen: Ruhe bewahren. Das gilt auch für geplante Reisen in Hotels. Viele Hoteliers beklagen im Zuge des nicht abreißenden Corona-Nachrichtenstroms massive Stornierungen und Absagen. Allerdings ist die überstürzte Streichung der lange geplanten Wellnessreise aus Angst vor dem Corona-Virus unbegründet. Virologen haben festgestellt, dass sich Wärme positiv auf die Bekämpfung von Coronaviren auswirkt. Da das Virus von einer Fettschicht umgeben ist, die nicht besonders hitzebeständig ist, sorgen steigende Temperaturen dafür, dass das Virus abgetötet wird. Ein Aufenthalt in der Sauna oder Therme kann also sogar dabei helfen, die Ausbreitung des Virus einzudämmen bzw. ganz zu verhindern.

Aktuell stuft das Robert-Koch-Institut die Risikoeinschätzung für die Gesundheit der Bevölkerung Deutschlands auf „mäßig“ ein. Wer sich regelmäßig die Hände wäscht und die Nies- und Hustenetikette einhält, kann der Ausbreitung des Corona-Virus entgegenwirken. So kann jeder auch weiterhin ohne großen Aufwand und vor allem ohne Angst vor Ansteckung leben. Keinesfalls sollte man sich von übertriebener Panikmache oder Falschmeldungen verunsichern oder gar im Alltag beschränken lassen.

Unser Fazit zum Wellnessurlaub in Zeiten des Corona-Virus

Die Flut an fast schon stündlich neuen Nachrichten und Erkenntnissen zum Coronavirus ist für viele Menschen verständlicherweise sehr beängstigend. Allerdings ist es keinesfalls angebracht, in Panik zu verfallen, sich mit horrenden Mengen mit Konserven und Nudeln einzudecken und sich in seinen vier Wänden einzuschließen. Eine Reise, egal ob geschäftlich oder privat, ist für gesunde und nicht vorbelastete Menschen nach wie vor nicht mit einem erhöhten Risiko verbunden. Wichtig ist es, auf die Hygiene zu achten, sich regelmäßig die Hände zu waschen und etwas achtsamer mit sich und seiner Umgebung umzugehen. Ältere Personen und Menschen mit Vorerkrankungen sollten aktuell jedoch auf unnötige Reisen verzichten und im Alltag ebenfalls penibel auf die Handhygiene achten. In jedem Fall gilt: Vorsicht ist besser als Nachsicht. Allerdings ist Angst niemals ein guter Ratgeber und deshalb sollte jeder in Zeiten wie diesen stets versuchen, einen kühlen Kopf zu bewahren.

Obwohl es aktuell einige Reisebeschränkungen gibt, ist es insbesondere innerhalb der deutschen Grenzen nach wie vor ohne große Probleme möglich zu verreisen. Insbesondere der Osten und Norden Deutschlands verzeichnet verhältnismäßig wenige Coronavirus-Fälle. Zudem werden in den Hotels natürlich die bestmöglichen Präventionsmaßnahmen getroffen, sodass sich Gäste jederzeit sicher fühlen und ihren Urlaub genießen können. Es gibt also keinen Grund die lange geplante Wellnessreise zu stornieren oder auf Auszeiten im Wellnesshotel zu verzichten.

Ein erholsames Wellness Wochenende oder ein ausgedehnter Wellnessurlaub in Deutschland tun Körper und Seele gut, stärken das Immunsystem und helfen dabei, sich von Sondersendungen, Panikmache und Hamsterkäufen einfach mal zu distanzieren. Mit so einem Perspektivwechsel tut man sich und seinen Liebsten in jedem Fall etwas Gutes.

Menschen mit Vorerkrankungen oder im fortgeschrittenen Lebensalter empfehlen wir vorher einen Arzt zu konsultieren. Das Bundesgesundheitsministerium und die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung geben ständig aktualisierte und ausführliche Hinweise zur Verbreitung des Coronavirus in Deutschland heraus.